Tina Winkhaus | Biografie

Winkhaus ist eine in Berlin lebende Künstlerin, die an der Schnittstelle von Fotografie, digitaler Bildkomposition und Künstlicher Intelligenz arbeitet.
Seit 1999 lebt und arbeitet sie in Berlin, nachdem sie prägende Jahre in New York und London verbracht hat (1990–1995).
Ihre künstlerische Laufbahn begann außergewöhnlich früh: Bereits im Alter von sechs Jahren stand sie gemeinsam mit ihrer Mutter in der Dunkelkammer – sie wuchs mit der Fotografie und den schönen Künsten auf.
Winkhaus studierte an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie in München. Ausgehend von dieser klassischen Ausbildung entwickelte sie eine eigenständige künstlerische Praxis, die analoge Bildtradition mit digitalen Verfahren verbindet.
Ihre Arbeiten versteht sie als eine Form des „digitalen Handwerks“ – präzise komponierte Bildwelten, in denen Technologie nicht ersetzt, sondern erweitert wird.
Charakteristisch für ihre Arbeitsweise ist ein hochgradig detailorientierter, vielschichtiger Prozess: Jedes einzelne Element wird separat aufgenommen und anschließend in einem aufwendigen Verfahren aus unzähligen Ebenen zu einem Bildganzen komponiert. So entstehen Werke von malerischer Dichte und visueller Tiefe, die eine unverwechselbare, eigene Bildsprache formen – eine Sprache, die sich eindeutig als ‚Winkhaus art‘ lesen lässt.

Inhaltlich ist ihr Werk tief in der Kunstgeschichte verankert. In der Tradition des Chiaroscuro, ein Rembrandt’sches Schwarz, wird dabei zu einem tragenden Element ihrer Arbeiten und verleiht ihnen räumliche Tiefe, Dramatik und eine unverwechselbare visuelle Intensität. Inspiriert von Caravaggio, Goya, Zurbarán und Rembrandt transformiert sie diese malerische Dramaturgie in eine digitale Gegenwart – getragen von einem tiefen, nahezu samtigen Schwarz, das ihren Werken eine eindringliche, unverwechselbare Präsenz verleiht.