Nick Zinner

Lebt und arbeitet: Los Angeles und New York City, USA

Medien: Fotografie

Ausbildung: Fotografie am Bard College und Studienaufenthalt in Lacoste, Frankreich

Weitere Praxis: Musiker, Yeah Yeah Yeahs und weitere Projekte

Künstlerische Position

Nick Zinners Fotografien untersuchen Nähe und Distanz, kollektive Energie und persönliche Isolation. In der Serie „Crowds“ richtet er die Kamera von der Bühne auf das Publikum. Die Menge wird nicht bloß als spektakuläre Masse gezeigt, sondern als psychologischer Raum aus Blicken, Erwartungen und synchronisierten Bewegungen.

Die Serie „Slept in Beds“ bildet den Gegenpol: Hotelzimmer und Betten dokumentieren die stillen Zwischenräume einer internationalen Tournee. Zusammengenommen erzählen beide Werkgruppen von den extremen Zuständen des Unterwegsseins. Zinner nimmt sich als Person bewusst zurück und öffnet die Bilder für Erinnerungen und Projektionen der Betrachtenden.

Ausgewählte Stationen

• Fotografiestudium am Bard College und in Lacoste, Frankreich

• Publikation mehrerer Fotobücher, darunter „No Seats on the Party Car“, „I Hope You Are All Happy Now“ und „Please Take Me Off the Guest List“

• Internationale Ausstellungen in Japan, Mexiko, den USA und Europa; Präsentationen „The Aura of Rock’n’Roll“ 2024 und „Crowds“ 2026 in der janinebeangallery

Die janinebeangallery zeigt Nick Zinners Serien „Crowds“ und „Slept in Beds“ sowie ausgewählte Fotografien aus seinem Archiv.

„When the photographs of the series ‚Slept in Beds‘ and ‚Crowds‘ are coupled together it’s a fairly accurate representation of the extreme highs and lows of a touring musician, of the connection and isolation. But I try to take myself out of the equation actually and hopefully allow each viewer to attach their own story and meaning.“

Nick Zinner

Iggy Pop und Nick Zinner in NYC

„Crowds“
Die Serie „Crowds“ nimmt einen anderen Blickwinkel ein: Zinner fotografiert das Publikum von der Bühne aus. Dabei entstehen keine simplen Konzertfotos, sondern psychologisch verdichtete Bilder kollektiver Emotion. Die Kamera fixiert die Verbindung und Synchronität von Individuen und Masse, Beobachtenden und Performendem. Seine Arbeiten untersuchen die Dynamiken des
Blicks, der Erwartung, der Selbstinszenierung. Sie feiern das Konzerterlebnis, ohne es zu romantisieren, vielmehr entlarven sie das Spektakel als Ort wechselseitiger Projektionen.
Zinners Bilder sind nicht laut, sie reflektieren. Als Künstler bewegt er sich souverän zwischen den Medien: Nach dem Absolvieren des Bard College und visuell geschult durch die Szene des frühen New Yorker Indie-Rock, veröffentlichte er zahlreiche Fotobände und stellte international aus – von Japan über Mexiko bis Berlin. Zu den Veröffentlichungen seiner Serien fotografischer Werke
gehören u.a. „No Seats on the Party Car“ (2001), „I Hope You Are All Happy Now“ (2004, mit einer Einleitung von Regisseur Jim Jarmusch) und „Please Take Me Off the Guest List“ (2010).

Nick Zinner „Crowds“ Preise auf Anfrage

 „Slept in Beds“
Über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren fotografierte Zinner die Betten, in denen er nach Konzerten schlief – ungemacht, verlassen, anonym. Im Interview mit dem Magazin „The Berliner“ (2024) beschreibt er diese Bilder als „Porträts von Orten, die dazu bestimmt sind, vergessen zu werden“ („portraits of places destined to be forgotten“). Es sind Räume ohne Erinnerung, Zwischenzonen im permanenten Transit. Und doch haftet ihnen eine stille Intimität an – eine Ahnung von Körper, Müdigkeit, Identität. Zinner selbst spricht davon, dass diese Fotos etwas dokumentieren, das „sonst keine Spur hinterlassen würde“ („otherwise wouldn’t leave a trace“). Diese zurückgelassenen Spuren betonen die Abwesenheit von Personen und deren Vergänglichkeit oder zumindest ihren steten Wechsel von Räumen in Zeit.

Das komplette Nick Zinner „Slept in Beds“ Portfolio schicken wir gerne auf Anfrage als PDF. Preise auf Anfrage