janinebeangallery | Galeriegeschichte

janinebeangallery seit 2004

Seit ihrer Gründung 2004 in Berlin entwickelt die janinebeangallery ein international ausgerichtetes Programm zeitgenössischer Kunst. Im Mittelpunkt stehen langfristige Beziehungen zu Künstlerinnen und Künstlern, kontinuierlich gewachsene Positionen und kuratorische Projekte, die über den Berliner Standort hinausreichen. Ausstellungen und Kooperationen in Kopenhagen, Los Angeles, Bologna und weiteren internationalen Kontexten markieren dabei wichtige Stationen einer Galeriegeschichte, die bis heute von Austausch, Entwicklung und persönlicher Zusammenarbeit geprägt ist.

Fairytale of Berlin Los Angeles janinebeangallery 2009
„Fairytale of Berlin“ Scion Space Los Angeles 2009

janinebeangallery seit 2004

Seit ihrer Gründung 2004 in Berlin entwickelt die janinebeangallery ein international ausgerichtetes Programm zeitgenössischer Kunst. Ausgangspunkt ist die kontinuierliche Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern und das Interesse an eigenständigen Positionen unterschiedlicher Generationen und kultureller Kontexte.

Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur und Installation bilden wesentliche Bereiche des Programms. Berlin ist dabei seit mehr als zwei Jahrzehnten Basis und kulturelles Umfeld der Galerie. Von hier aus entwickelten sich Ausstellungen, Kooperationen und Projekte, die zunehmend über den Berliner Standort hinausführten.

Stationen in Kopenhagen, Los Angeles, New York, Bologna, Tirana und weiteren internationalen Kontexten erzählen von einer Galeriegeschichte, die durch langfristige Beziehungen, persönliche Zusammenarbeit und den Austausch zwischen unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven gewachsen ist.

2008–2009

Fairytale of Berlin – Kopenhagen und Los Angeles

Mit Fairytale of Berlin führte die janinebeangallery 2008 in Kopenhagen und 2009 in Los Angeles ein Ausstellungsprojekt fort, das sich mit Berlin als Lebens- und Arbeitsort für Künstlerinnen und Künstler beschäftigte. Im Mittelpunkt stand das besondere Spannungsfeld einer Stadt, deren internationale Anziehungskraft von künstlerischer Freiheit, Subkultur und einem stetigen Wandel geprägt war. Die beteiligten Positionen näherten sich diesem Berlin aus unterschiedlichen Perspektiven und Medien. 2009 wurde Fairytale of Berlin, kuratiert von Janine Bean und Matthias Bergemann, in der Scion Installation L.A. Gallery in Los Angeles präsentiert. Damit wurde die Berliner Perspektive in einen neuen internationalen Kontext übertragen. Kopenhagen und Los Angeles markieren frühe Stationen einer Entwicklung, in der der Berliner Standort zunehmend zum Ausgangspunkt für Austausch und Projekte außerhalb Deutschlands wurde.

2013

URBANFUSE – Berlin trifft New York

Mit URBANFUSE – Berlin trifft New York rückte 2013 der direkte Austausch zwischen zwei Kunstmetropolen in den Mittelpunkt. Für das Projekt kamen fünf Absolventinnen und Absolventen der New York Academy of Art mit Studierenden und Absolventen der Kunsthochschule Berlin-Weißensee zusammen. Drei der New Yorker Künstler erhielten im Vorfeld die Möglichkeit, während eines dreimonatigen Aufenthalts in Berlin neue Arbeiten für die Ausstellung zu entwickeln. Präsentiert wurden die zehn beteiligten Positionen in einem Ausstellungspavillon in der Gertrud-Kolmar-Straße in Berlin-Mitte. URBANFUSE verstand den Austausch dabei auch als künstlerischen Prozess: Erfahrungen, Arbeitsweisen und Einflüsse aus New York und Berlin trafen unmittelbar aufeinander. Das Projekt setzte damit die internationale Ausrichtung der Galerie fort und verband Ausstellung, Residency und künstlerische Zusammenarbeit zu einem gemeinsamen Format.

2015

MACROCOSMI – Berlin und Bologna

2015 beteiligte sich die janinebeangallery an MACROCOSMI – Ordnungen anderer Art. Von Berlin nach Bologna und von Bologna nach Berlin, einem von Martina Cavallarin und Pascual Jordan kuratierten Austauschprojekt zwischen den beiden Städten. Im Januar war die Galerie zu Gast bei der Galleria Contemporary Concept in Bologna und präsentierte dort Arbeiten von Inna Artemova und Grigori Dor. Das Projekt verband sechs Berliner mit sechs Bologneser Galerien und wurde durch weitere Ausstellungen und institutionelle Beteiligungen ergänzt. Im Zentrum standen Wechselbeziehungen, sich verändernde Strukturen und die Frage, wie kultureller Austausch durch unterschiedliche Perspektiven entstehen kann. Die bewusst dialogisch angelegte Struktur führte das Projekt anschließend nach Berlin weiter. Für die Galerie wurde MACROCOSMI damit zu einer weiteren Station ihrer internationalen Zusammenarbeit und zugleich zu einem Beispiel dafür, wie Ausstellungen über einzelne Orte hinaus Beziehungen zwischen Künstlern, Galerien und kulturellen Kontexten entwickeln können.

2006 – 2025

Internationale Messepräsenz

Parallel zum Ausstellungsprogramm in Berlin war und ist die janinebeangallery über viele Jahre auf Kunstmessen in Europa und den USA präsent. Stationen führten die Galerie unter anderem nach New York, Miami Beach, Basel, Paris, Amsterdam und Luxemburg. Diese Messeaktivitäten erweiterten die internationale Präsenz der Galerie und brachten ihr Programm regelmäßig in unterschiedliche Sammler- und Kunstkontexte.

2013–2016

I AMsterdam YOU BErlin

Von 2013 bis 2016 war die janinebeangallery an I AMsterdam YOU BErlin beteiligt, einem deutsch-niederländischen Galerieprojekt, das während des Gallery Weekend Berlin Galerien und künstlerische Positionen aus Amsterdam und Berlin zusammenführte.

Ausgehend von einer ersten gemeinsamen Ausstellung 2013 entwickelte sich das Projekt über mehrere Jahre zu einem wiederkehrenden Austausch zwischen beiden Kunstszenen. Die Ausstellungen fanden in der St. Johannes-Evangelist-Kirche in Berlin-Mitte statt und verbanden unterschiedliche Positionen und Galerieprogramme in wechselnden kuratorischen Zusammenhängen.

2019 – 2022

Kontinuität, Austausch und neue Verbindungen

Die Jahre 2019 bis 2022 waren von Kontinuität und zugleich von neuen Formen internationaler Zusammenarbeit geprägt. Es entwickelte sich ein Austausch mit der Gallery 70 in Tirana, aus dem 2021 die Ausstellung Moonlight at Noon mit dem albanischen Künstler Orion Shima und Martin Stommel hervorging. Die Verbindung war bereits 2019 entstanden und führte zu persönlichen Begegnungen und künstlerischem Austausch zwischen Tirana und Berlin. Die Berliner Ausstellung wurde von der Stiftung Kunstfonds und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt. In dieser Phase zeigt sich eine Entwicklung der Galerie, in der internationale Präsenz zunehmend mit längerfristigen Beziehungen, Kooperationen und gemeinsam entwickelten Projekten verbunden wurde.

2023

2023 erreichte eine langjährig von der janinebeangallery präsentierte künstlerische Position einen bedeutenden institutionellen Kontext. Das NRW-Forum Düsseldorf zeigte Peter Doherty in der Ausstellung Beyond Fame. Die Kunst der Stars, die vom 18. August 2023 bis 21. Januar 2024 Werke aus Malerei, Fotografie, Video und Installation zusammenführte. Doherty erhielt innerhalb der Ausstellung einen eigenen Raum; es wurden mehr als 40 Werke des britischen Musikers und bildenden Künstlers präsentiert. Die Präsentation im NRW-Forum markiert damit einen wichtigen Moment innerhalb einer Zusammenarbeit, in der sich die künstlerische Arbeit Dohertys zunehmend aus dem unmittelbaren Galeriekontext heraus entwickelte und einem breiteren institutionellen Publikum begegnete.

2024

zwanzig Jahre janinebeangallery

2024 blickte die janinebeangallery auf zwanzig Jahre kontinuierlicher Galeriearbeit in Berlin zurück. Mit den beiden Jubiläumsausstellungen Seasoned Summer und MEMENTO ABSTRACT wurde dieses Jubiläum zugleich zum Anlass, unterschiedliche künstlerische Positionen aus dem Programm miteinander in Beziehung zu setzen.

Die beiden Ausstellungen machten sichtbar, wie sich das Profil der Galerie über zwei Jahrzehnte entwickelt hat und wie langfristige Zusammenarbeit, wiederkehrende künstlerische Dialoge und neue Impulse das Programm bis in die Gegenwart prägen.

2025 – 2026

In den Jahren 2025 und 2026 entwickelte die janinebeangallery ihr Programm mit neuen und langjährig begleiteten Positionen weiter. Peter Dohertys Einzelausstellung Felt Better Alive eröffnete 2025 ein neues Kapitel der Zusammenarbeit, während Ausstellungen mit Andrea Damp sowie internationale Gruppenausstellungen das Programm erweiterten. 2026 folgten unter anderem Nick Zinners Crowds, Max Giermanns Figuring Out und die internationale Gruppenausstellung The Space Between mit Positionen aus den USA, den Niederlanden, Kuba, Großbritannien und Deutschland. Im September 2026 setzt sich diese Entwicklung über Berlin hinaus fort: Bei BIG ART Rotterdam präsentiert die Galerie die niederländische Künstlerin Marie Louise Elshout mit ihrem mehrteiligen Werk Hunters at Dawn in der Codrico Fabriek. Damit verbindet sich die langjährige Berliner Basis der Galerie erneut mit einem internationalen Ausstellungszusammenhang und führt eine Entwicklung fort, die bereits die frühen Projekte der janinebeangallery geprägt hat.