Biografie | Armando Mariño

Armando Marino, Künstler aus Kuba

Armando Mariño zählt zu den bedeutenden Vertretern der zeitgenössischen kubanischen Malerei seiner Generation. Seine Werke verbinden Malerei, Zeichnung, Skulptur und Installation mit einer vielschichtigen Auseinandersetzung über Identität, Erinnerung, Migration und die politischen wie kulturellen Bedingungen unserer Gegenwart. Charakteristisch ist dabei die Verbindung von Figuration und Abstraktion sowie eine außergewöhnlich intensive Farbigkeit, mit der Mariño historische, gesellschaftliche und persönliche Bildwelten miteinander verschränkt.

Nach seiner Ausbildung an der Escuela Provincial de Arte Joaquín Tejada in Santiago de Cuba und dem Studium am Instituto Superior Pedagógico Enrique José Varona in Havanna setzte Mariño seine künstlerische Entwicklung 2004 und 2005 an der renommierten Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam fort. Diese internationale Ausbildung prägte seinen offenen Umgang mit unterschiedlichen Bildtraditionen und führte zu einer kontinuierlichen Erweiterung seines malerischen Vokabulars.

Seit den 1990er Jahren wurden seine Arbeiten weltweit in Museen, Kunsthallen und Galerien präsentiert. Zu seinen wichtigsten Einzelausstellungen zählen Präsentationen im Centro Wifredo Lam in Havanna, der Fernando Pradilla Gallery in Madrid, The 8th Floor in New York, der Thomas Jaeckel Gallery in New York, der Galerie Anne de Villepoix in Paris sowie jüngst Réveil Botanique (2024) und weitere internationale Ausstellungen in Europa und den USA.

Mariño nahm darüber hinaus an zahlreichen bedeutenden Gruppenausstellungen teil, darunter die Biennale von Havanna, Ausstellungen im Museu Picasso Barcelona, El Museo del Barrio in New York, dem Queens Museum, dem Rubin Museum, dem Johannesburg Art Gallery, dem Kunstmuseum Basel, dem Museum Van Bommel van Dam, dem Museo Nacional de Bellas Artes in Havanna sowie dem ZEITZ MOCAA in Kapstadt.

Für seine künstlerische Arbeit erhielt Armando Mariño zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen. Besonders hervorzuheben sind das Pollock Krasner Foundation Grant (2011), die Aufnahme in die Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam sowie Residenzen am Bronx Museum of the Arts, dem International Studio & Curatorial Program (ISCP) in New York, Art Omi, der Mattress Factory in Pittsburgh und dem Watermill Center. Bereits 1995 wurde er beim Ersten Salon für zeitgenössische kubanische Kunst im Museo Nacional de Bellas Artes in Havanna ausgezeichnet.

Seine Arbeiten befinden sich heute in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen weltweit, darunter die Deutsche Bank Collection, das Museo Nacional de Bellas Artes in Havanna, das Centro Wifredo Lam, das 21c Museum, das Arizona State University Art Museum, das Museum of Anthropology der University of British Columbia, Museum Van Bommel van Dam, La Fab – Collection agnès b., die Berardo Collection sowie De Nederlandsche Bank.

Heute lebt und arbeitet Armando Mariño im Bundesstaat New York. Seine jüngeren Werkserien zeigen eine zunehmende Konzentration auf psychologische Bildräume, Landschaften und Interieurs, in denen Erinnerung, kulturelle Erfahrung und malerische Reflexion miteinander verschmelzen. Dabei bleibt seine Malerei geprägt von der Frage, wie Bilder unsere Wahrnehmung von Geschichte, Identität und Gegenwart formen können.

Ausgewählte Presse und Publikationen:

Hyperallergic – Armando Mariño: Winter Thaw (Ausstellungsbesprechung)

The 8th Floor, New York – Recent Paintings from the Year of the Protester (Essay von Elvia Rosa Castro und Ausstellungstext)

Latino Life – Between Land and Sea: Interview

Art Summit – All That You Have Is Your Soul (Künstlerinterview)

Sculpture Magazine – Keloids: Race and Racism in Contemporary Cuban Art