12. März – 11. April 2026
Vernissage am 12. März, 18 – 20 Uhr
„Crowds“ – fotografische Arbeiten von Nick Zinner
„To me these older crowd photos especially not only show a moment from a show or concert , but they also show a time before iPhones , they show the fashion and spirit of the early 2000s when people were generally allowed to be less self conscious out at night . They feel innocent and joyous, unselfconscious and full of life.“
Nick Zinner

In der Serie „Crowds“fotografiert Nick Zinner analog das Publikum von der Bühne aus. Dabei entstehen keine simplen Konzertfotos, sondern psychologisch verdichtete Bilder kollektiver Emotion. Die Kamera fixiert die Verbindung und Synchronität von Individuen und Masse, Beobachtenden und Performendem. Seine Arbeiten untersuchen die Dynamiken des
Blicks, der Erwartung, der Selbstinszenierung. Sie feiern das Konzerterlebnis, ohne es zu romantisieren, vielmehr entlarven sie das Spektakel als Ort wechselseitiger Projektionen.
Zinners Bilder sind nicht laut, sie reflektieren.

Nick Zinner, international bekannt als Gitarrist der New Yorker Band „Yeah Yeah Yeahs“ und der Rock Ikone Iggy Pop, ist nicht nur aktiv als Musiker, sondern seit über zwei Jahrzehnten auch als Fotograf. Mit der Kamera stets griffbereit, verdichtet er das Flüchtige zu Bildern, die weit über dokumentarische Fotografie hinausweisen.
Als Künstler bewegt sich Nick Zinner souverän zwischen den Medien: Nach dem Absolvieren des Bard College und visuell geschult durch die Szene des frühen New Yorker Indie-Rock, veröffentlichte er zahlreiche Fotobände und stellte international aus: von Japan über Mexiko bis Berlin.
Zu den Veröffentlichungen seiner Serien fotografischer Werke gehören u.a. „No Seats on the Party Car“ (2001), „I Hope You Are All Happy Now“ (2004, mit einer Einleitung von Regisseur Jim Jarmusch) und „Please Take Me Off the Guest List“ (2010).